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Was hinter den Kulissen der Banken vor sich geht

Was hinter den Kulissen der Banken vor sich geht

22.06.2016 Larisa Stanescu

Hi, Oliver von Avuba hier. Wir bauen mit Avuba momentan in Berlin ein Bankingservice der nächsten Generation. Larisa von Smartninja hat mich gebeten, kurz zu erzählen, was ich am Coden in diesem (angeblich) staubtrockenen Bereich spannend finde. Nichts lieber als das!

PingPong mit Flugzeugen

Habt ihr euch jemals gefragt, wie Software für Flugzeuge entwickelt wird? Diese paar Algorithmen, die dafür sorgen, dass diese tonnenschweren Gebilde aus Aluminium und Carbonfaser doch tatsächlich am Himmel bleiben. Oder welche Prozesse dafür sorgen, dass lebenserhaltende Maschinen in Krankenhäusern nicht plötzlich PingPong spielen?

Um ehrlich zu sein – ganz genau weiß ich es auch nicht. Aber die Arbeit an Avuba in den letzten beiden Jahren hat mir sehr deutlich gezeigt, was es bedeutet Software zu bauen, die höchsten Anforderungen standhalten und einfach funktionieren muss. Ohne wenn und aber. Und wie viel Spaß das eigentlich macht.

Avuba in a nutshell

Wir haben in den letzten beiden Jahren mit Avuba aus dem (beinahe) Nichts ein neues Bankingservice auf die Beine gestellt. Denn Avuba ist keine App, die über bereits bestehende Schnittstellen auf andere Banken und Konten zugreift.

Bedeutende Teile unserer Technologie haben wir selbst geschaffen und viele der Prozesse, die zum Betrieb einer Avuba-Karte oder eines Avuba-Kontos notwendig sind, finden auf unseren Systemen statt. Das geht vom Angleichen eines Kontostands bei einer eingehenden IBAN-Überweisungen bis hin zu Entscheidungen, die von unserem System im Millisekunden-Bereich getroffen werden müssen – etwa, ob einer Kartenzahlung stattgegeben wird oder nicht.

Klar + eindeutig = Y

Einer der spannendsten Vorgänge war der Bau unserer eigenen SEPA-/IBAN-Integration, die zu einer der schnellsten am Markt gehört. Wir können mit Avuba IBAN-Überweisungen senden und empfangen und haben dabei schon Rekordmarken von unter drei Stunden aufgestellt.

Das Erstellen eines derartigen Systems verlangt nach Wissen und Fähigkeiten aus einer Vielzahl an Disziplinen der Softwareentwicklung:

  • Zum einen natürlich das Schreiben des Codes selbst. Guter Code ist klar und für jeden Entwickler eindeutig lesbar, in einfach zu verwaltende Module verpackt und so strukturiert, dass sich Funktionen nicht wiederholen sondern immer wieder neu verwendet werden können.
  • Aber wer stellt sicher, dass Code, der vor einigen Monaten geschrieben wurde - und Banking-Projekte können sich über Jahre ziehen - auch nach größeren Änderungen weiter so funktioniert, wie er sollte? Dafür müssen Software-Tests an den Start - kleine Programme, die von Entwicklern geschrieben werden, um andere Programme zu testen. Etwa: gibt Funktion X tatsächlich den korrekten Wert Y zurück?
  • Und wer sorgt dafür, dass unser System überhaupt zuverlässig mit der App kommunizieren kann und dabei keine Daten verloren gehen? Ohne ein verlässliches Server-System mit Rechnern, die sich im Falle eines Ausfalls selbst ersetzen, sollte man ein derartiges Projekt erst gar nicht anfassen. Und was ist mit der Sicherheit? Und wer schreibt eigentlich die App?

Komplex und Spaß dabei

Das alles mag furchtbar groß und komplex klingen und stellenweise ist es das auch. Aber eines war es nie: langweilig. Denn es macht Spaß, sich tief in Themen einzuarbeiten und dafür zu sorgen, dass am Ende alles glatt läuft. Zu verstehen, was vor sich geht und hinter die Kulissen von Prozessen zu blicken, die mein tägliches Leben beeinflussen.

Hier zeigt sich auch einer der größten Werte von Softwareentwicklung und der Fähigkeit zu coden: Zusammenhänge, die mir selbst noch vor wenigen Jahren wie Magie erschienen, kann ich nun im Detail verstehen und durch dieses Wissen auch noch essenziell verbessern.

Und nur wenig war besser als der Moment, in dem die erste IBAN-Überweisungen von einer anderen Bank in unserem System eintraf. Auf eine IBAN, die wir selbst erstellt hatten! Mit einer live Benachrichtigung aufs Handy! Und sofortiger Aktualisierung des Kontostandes! Hach...

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